Die nachfolgend angeführten Punkte sollen ein paar Begründungen
für Planung und Ergebnis darstellen und vielleicht die eine oder andere Frage
vorwegnehmen. Ich bitte zu entschuldigen, wenn hier globale Aspekte und Details
durcheinander gewürfelt erscheinen.
- Haus sollte quasi komplett in Selbstbau erstellt werden (beauftragte
Gewerke: Weiße Wanne, Fenster, Estrich, Außenputz, Abbund Dachstuhl)
- möglichst wenig "Problemstellen", keine Erker, Gauben, ...
- Komplette Baukosten für Weiße Wanne, Haus und Garage incl.
sämtlicher Nebenkosten und Küche < 380.000 DM
- Geschlossene Treppe mit Podest, Treppengeländer
für größere Aktionen demontierbar
- Treppe nicht direkt am Eingang beginnend sondern in Hausmitte
- große Küche mit der Möglichkeit zur Abspeisung Nörgel I bis III
- Bodenbeläge Kork, Buche-Fertigparkett
geölt, Flur, Treppe und Bad: Fliesen
- Heizleisten-Heizanlage zum Selbsteinbau
- Verarbeitung/Einbau hochwertiger Materialien
- Erschließung über die "hauptstraßenzugewandte" Seite
(Ost)
- Sanitärbereiche, Heizung, ... möglichst erschließungsnah angelegt
- Größtmöglicher Abstand zum zukünftigen südlichen Nachbarn,
größtmögliche freie Fläche auf der Westseite
- Wohn-/Essbereich orientiert zum unbewohnten Grund
- kurzer Weg Küche - Kräutergarten/Gemüsegarten
- Kinderzimmer sollten Schlafzimmer dominieren (Kinderzimmer sind
"Kinderwohnungen" für die nächsten ca.16 Jahre)
- Gefahrenminimierung wg. Oberflächenwasser (das auf der Westseite
verlaufende Bächlein hat in der Vergangenheit das Grundstück mehrfach überschwemmt,
inzwischen wurde aber das Bachbett verbreitert). Deshalb möglichst wenig und möglichst
hoch angeordnete Kelleröffnungen. Laut Höhenmaße des zum Verkaufszeitpunkt des
Grundstücks verfügbaren Lageplans sollten alle Kelleröffnungen oberhalb der Linie
Bachbett -östliche Straße liegen. Eine genauere Überprüfung ergab allerdings, daß es
sich hierbei um eine nicht mehr gültige Aufnahme handelte und wir uns ca. 30 cm unterhalb
dieser gedachten Linie bewegten. Ein diesbezüglicher Befreiungsantrag zur Anhebung der
festgelegten EFH um 40 cm wurde vom Bauausschuss der Gemeinde negativ beschieden und daher
nicht weiterverfolgt. Grundstücksverkäufer war übrigens die Gemeinde.
- Trotz der Nachteile (Grundwasser, Oberflächenwasser) war es aus
unserer Sicht das "Traumgrundstück". Quasi mitten im Ort, 100 m zum Ortskern,
(ein am Rand angesiedeltes Neubaugebiet wäre für uns nie in Frage gekommen), Metzger und
Bäcker quasi in der direkten Nachbarschaft, Kindergarten und Schule in 200 - 400 m
Entfernung, Reitstall in der unmittelbar angrenzenden südwestlichen Nachbarschaft, mehr
"alte" als "neue" Häuser in der unmittelbaren Umgebung, also nicht
das "uniforme Neubaugebiet".